Die Verwaltung von Bestellungen mit wenigen Einheiten erschwert alle Vorgänge, einschließlich das Retourenmanagement.

Retourenmanagement im Versandhandel aus der Sicht des Lagers

14 August 2019

Das Retourenmanagement ist aufgrund des Volumens und der Häufigkeit zu einer der größten Herausforderungen für Logistikleiter im Versandhandel und in Logistikunternehmen geworden. Der e-commerce bietet dem Kunden eine extrem flexible Rücksendungspolitik, die inzwischen schon Standard in der Branche ist. Sie hat sich als eine effektive Strategie erwiesen, um eventuelle Nachteile beim Online-Kauf zu beseitigen und den Umsatz zu steigern.

Die Reverse Logistik verbraucht dabei jedoch Ressourcen und erschwert die Abläufe entlang der Lieferkette: Wie kann man das Retourenmanagement im Versandhandel erfolgreich angehen? Schauen wir uns einige Maßnahmen an:

1. Das Retourenmanagement als grundlegenden Bestandteil der Lieferkette integrieren

In der Zeit vor der Logistik 4.0 waren Retouren die Ausnahme von der Regel. In der e-commerce-Logistik sind sie jedoch inzwischen Standard und Teil des täglichen Lagerbetriebs. Das Retourenmanagement des Versandhandels muss daher eine entsprechende Rolle in der Lieferkette einnehmen.

Hierzu ist eine Koordination zwischen den verschiedenen Gliedern der Lieferkette unerlässlich, was die vollständige Integration der in der jeweiligen Phase aktiven Software voraussetzt. Das bedeutet, die Informationen müssen in allen beteiligten Systemen zur Verfügung stehen und verwaltet werden. Zu diesen Systemen gehören in der Regel das WMS im Lager, das TMS (Transport Management System) der Transportflotten und das ERP (Enterprise Resource Planning), das eine für alle gemeinsame Datenbank bietet.

Dies ermöglicht eine bessere Kontrolle und Planung der Warenströme. Tatsächlich ist die Rückverfolgbarkeit von Bestellungen nicht nur für die Kommunikation mit dem Kunden wichtig, sondern auch für das Lager, um zu wissen, wann es Retourenaufträge erhält und entsprechend Transportvorgänge organisieren muss.

Retourenmanagement: Ein LVS erleichtert die Umetikettierung von Rücksendungen und weist ihnen neue Standorte zu
Retourenmanagement: Ein LVS erleichtert die Umetikettierung von Rücksendungen und weist ihnen neue Standorte zu

2. Die Ursachen der Retouren ermitteln, um sie zu begrenzen

Nach Erhalt der Produkte ist es wichtig, die Gründe für die Rücksendung zu erfahren. Auf diese Weise wird deutlich:

  • welche Stellen im Prozesses optimiert werden sollten, um die durch die Retouren verursachten Kosten zu senken. Sind die Ursachen bekannt, können auch Maßnahmen zu deren Vermeidung ergriffen werden, wie z. B. die systematische Überprüfung von Lieferadressen oder die Möglichkeit, den Auftrag innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu stornieren, um Impulskäufen entgegenzuwirken, die schließlich als Ruecksendung enden.
  • welche Schritte als nächstes folgen: Wenn ein Kunde beispielsweise ein Produkt zurückgibt, aber gleichzeitig einen Umtausch wünscht, kann auf demselben Weg die neue Bestellung geliefert und das zurückzugebende Paket abgeholt werden.

Man darf nicht vergessen, dass das Retourenmanagement im Versandhandel Teil des Einkaufserlebnisses des Kunden ist. Daher sollten nur Strategien eingesetzt werden, die ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufbauen. Das Angebot verschiedener Abholstellen (Omni-Channel-Logistik ist in diesem Zusammenhang wichtig) oder das Bereitstellen speziell vorbereiteter Verpackungen für die Rücksendungen sind beispielsweise Maßnahmen, die das Retourenmanagement im Versandhandel stärken.

3. Das Lager an das Retourenmanagement im Versandhandel anpassen

Um das Lager nach Aktionen wie dem Black Friday nicht im Chaos versinken zu lassen, sollte es so vorbereitet sein, dass es mit einem kontinuierlichen Volumen an zurückgegebenen Produkten fertig wird. Der erste Schritt besteht darin, einen eigenen Bereich für die Qualitätskontrolle von Rücksendungen im Rahmen des Retourenmanagements einzurichten.

Darüber hinaus spielt das Lagerverwaltungssystem eine wichtige Rolle, da es Folgendes ermöglicht:

  • Festlegung klarer Verfahren für die Durchführung der Qualitätskontrolle und Minimierung von Situationen, die zu Störungen in der Lieferkette führen können. Daher muss der Prozess des Wareneingangs auch das Retourenmanagement berücksichtigen. Das Modul Easy WMS für E-Commerce erleichtert hierbei die produktbezogene Annahme und die Gruppierung von Aufträgen und beschleunigt damit den gesamten Prozess.
  • Umetikettierung der Ware für die spätere Lagerung und Verwaltung der neuen Standorte, die diesen Produkten zugewiesen sind.
  • Aktualisierung der Informationen in der Lagerdatenbank, um eine bessere Kontrolle des verfügbaren Bestands zu erhalten.

Erfolgreiches Retourenmanagement im Versandhandel basiert auf Prozessintegration und effektiver Kommunikation zwischen allen an der Lieferkette beteiligten Akteuren. Lagerverwaltungssysteme wie das Easy WMS von Mecalux sind unter anderem darauf ausgelegt, diese Aufgabe zu optimieren. Wenn Sie wissen möchten, wie es zur Verwaltung von Retouren in Ihrem Lager eingesetzt werden kann, kontaktieren Sie uns und wir zeigen Ihnen eine personalisierte Demoversion.