Um das Just-in-Time-Verfahren im Lager einsetzen zu können, ist ein leistungsfähiges LVS erforderlich.

Was bedeutet das Just-in-Time-Verfahren für Ihr Lager?

22 Februar 2019

Das Just-in-Time-Verfahren zielt darauf ab, die richtige Menge an Rohstoffen oder Produkten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. Das klingt zunächst einfach. Doch die Anwendung dieser Methode ist eine Herausforderung für Unternehmen und erfordert organisatorische Veränderungen in allen Bereichen der Lieferkette.

In einem Betriebskonzept, das auf dem Just-in-Time-Verfahren basiert, ist die Logistik von entscheidender Bedeutung. Sie ist verantwortlich dafür, dass das Zusammenspiel zwischen Lieferanten, Produzenten, Distributionszentren und Endkunden effizient und einwandfrei funktioniert.

Vorteile des Just-in-Time-Verfahrens für Unternehmen

  • Durch die bedarfssynchrone Produktion kann das Unternehmen seine Lagerkosten senken, da weniger Bestände die Kapazitäten im Lager beanspruchen.
  • Das Risiko einer Überalterung der Lagerbestände wird reduziert, da es nur Mindestbestände gibt.
  • Die Flexibilität des Just-in-Time-Verfahrens ermöglicht es dem Unternehmen, auf unvorhergesehene Veränderungen des Marktes zu reagieren.

Anforderungen an das Just-in-Time-Verfahren

  • Es setzt eine optimale Abstimmung mit Lieferanten und Kunden voraus, um einen kontinuierlichen und kontrollierten Informationsfluss zu gewährleisten.
  • Darüber hinaus muss das Unternehmen seine Beschaffungsprozesse und Kriterien zur Lieferantenauswahl anpassen. Es wird beispielsweise nicht mehr möglich sein, Sonderpreise für Großeinkäufe zu bekommen. Dafür steht nun die Zuverlässigkeit der Lieferanten an erster Stelle.
  • Obwohl dem Unternehmen mehr Flexibilität gegeben ist, um die Lagerbestände an die Nachfrage anzupassen, kann sich dieser Vorteil des Just-in-Time-Verfahrens auch ins Negative umkehren, wenn die Nachfrage plötzlich steigt.

Merkmale eines an das Just-in-Time-Verfahren angepassten Lagers

Wie sollte ein Lager nach dem Just-in-Time-Verfahren funktionieren? Welche Auswirkungen hat die Anwendung dieses Organisationskonzeptes auf die Lagerhaltung? Um ein Lager an das Just-in-Time-Verfahren anzupassen, sind folgende Aspekte zwingend notwendig:

1. Ein optimales Layout, um die Flexibilität der Prozesse zu gewährleisten

Die Verteilung der Waren im Lager richtet sich nach der Umschlagshäufigkeit der einzelnen Referenzen. Dazu müssen geeignete Lagersysteme ausgewählt und an die Bedürfnisse angepasst werden. So reduziert beispielsweise ein automatisiertes Miniload-Lager den Platzbedarf für kleine, wenig umgeschlagene Produkte. Während Produkte mit höherer Nachfrage bequemer in Kommissioniersystemen für den manuellen Zugriff gelagert werden können.

Darüber hinaus sollte die Gestaltung eines effizienten Lagers auch die Fahrten des Bedieners reduzieren. In vielen Fällen erleichtern automatische Systeme wie Behälterfördersysteme den Warenfluss im Lager und sparen so Zeit und Ressourcen.

In gleicher Weise müssen die Zugangsbereiche in Lagern mit angewandtem Just-in-Time-Verfahren darauf ausgerichtet sein, den Wareneingang und -ausgang in engen Zeitfenstern zu bewältigen. Automatische Lade- und Entladesysteme sind eine gute Lösung, um diese Prozesse zu beschleunigen.

Ein wesentlicher Aspekt des Just-in-Time-Verfahrens: automatische Systeme erleichtern das Be- und Entladen von Waren
Ein wesentlicher Aspekt des Just-in-Time-Verfahrens: automatische Systeme erleichtern das Be- und Entladen von Waren

2. Maximale Präzision und strenge Bestandskontrolle

Das Just-in-time-Verfahren setzt die perfekte Abstimmung aller Komponenten in der Lieferkette voraus. Lagerverwaltungsprogramme (LVS) können den Lagerbetrieb entsprechend steuern und verwalten, was zu einer Optimierung der Logistikprozesse führt.

Ein LVS wie Easy WMS ermöglicht:

  • die Synchronisation aller an der Lageraktivität beteiligten Elemente sowie der an der Lieferkette beteiligten Akteure. So organisiert Easy WMS nicht nur Aufgaben im Lager, sondern erleichtert mit dem Modul Multi Carrier Shipping auch die Koordination mit großen Transportunternehmen.
  • die Optimierung des Bestands durch intelligente Auswahl der Lagerplätze. Darüber hinaus ist die Rückverfolgbarkeit der Waren durch das WMS jederzeit gewährleistet.
  • die Beseitigung von Fehlern, da die Software bei wichtigen Aufgaben wie der Vorbereitung von Bestellungen oder dem Wareneingang und -ausgang hilft. Damit wird die Geschwindigkeit erhöht und nichts dem Zufall überlassen.

Die Digitalisierung und Integration von Lieferketten im Rahmen der Logistik 4.0 ebnen den Weg für die Umsetzung von Just-in-Time-Verfahren im Lager. Damit wird der Einsatz eines Lagerverwaltungssystems unerlässlich, um die erforderliche Effizienz zu erreichen.