Durch die Codierung und Strukturierung des Lagers werden die Rückverfolgbarkeit und Integrität des Bestands gewährleistet

Lager-Mapping: was es ist und wozu es dient

14 Apr 2026

Das Lager-Mapping spielt eine immer größere Rolle, da diese Anlagen mittlerweile zu einem strategischen Faktor für den Erfolg vieler Unternehmen geworden sind. Deshalb ist nach der Festlegung des Layouts die logische Strukturierung des Raums ein grundlegender Schritt bei der operativen Planung. Neben dem Raum und seinen Eigenschaften müssen bei der Aufteilung auch Faktoren wie die Art der Waren, für die das Lager bestimmt ist, die zu verwendenden Handhabungsgeräte, die Warenströme und das Personal berücksichtigt werden.

In diesem Artikel analysieren wir, was Lager-Mapping ist, wozu es dient und welche Prozesse es umfasst. Wir werden auch die notwendigen Schritte für die Gestaltung und die wichtigsten dafür erforderlichen Hilfsmittel kennenlernen.

Was ist das Lager-Mapping?

Das Lager-Mapping, auch bekannt als Warehouse Mapping, ist das Verfahren der Codierung und logischen Parametrisierung zur Übertragung des physischen Layouts in ein Koordinatensystem, das von einem Lagerverwaltungssystem verwaltet werden kann. Dies umfasst die Identifizierung und Etikettierung der Stellplätze und Arbeitsbereiche, die bereits im Lageplan festgelegt sind. Das Layout legt die Infrastruktur zur Optimierung der Abläufe, zur Verkürzung der Zeiten und zur Vermeidung von Engpässen fest. Das Mapping fungiert dabei als unverzichtbares Bindeglied, damit das IT-System die Vorgänge auf dieser Infrastruktur mit vollständiger Rückverfolgbarkeit ausführen kann.

Dieses Mapping weist bestimmte Bereiche für verschiedene Arbeitsabläufe zu, wie z. B. Wareneingang, Kommissionierung, Verpackung und Versand. Darüber hinaus enthält es Stellplatzcodes, die in Verbindung mit einem Lagerverwaltungssystem (LVS) den genauen Stellplatz einzelner Artikel anzeigen – egal ob diese sich in Behältern, Regalen oder auf Paletten befinden.

Wozu dient das Lager-Mapping?

Ein präzises Mapping ist die erforderliche Datenbasis, damit durch Slotting die Leistung maximiert werden kann. Während das Mapping die Integrität des Bestands und die Rückverfolgbarkeit gewährleistet, ermittelt das Slotting anhand dieser Struktur den strategischen Stellplatz entsprechend Umschlag und dem Volumen.

In Branchen mit hohen gesetzlichen Auflagen (Gesundheitswesen, Pharmazie oder Lebensmittelindustrie) ist die Strukturierung und Codierung des Lagers nicht nur ein Wunsch, sondern aufgrund gesetzlicher Vorschriften zur Gewährleistung der Sicherheit und Risikokontrolle zwingend erforderlich. Dies ermöglicht Folgendes:

  • Technische Rückverfolgbarkeit. Präzise Erfassung des Transportwegs verderblicher Waren.
  • Verwaltung der Abtrennung. Gewährleistung der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften in Lagern für Chemikalien oder Gefahrstoffe, in denen die logische Codierung verhindert, dass das System benachbarte Stellplätze für inkompatible Artikel zuweist.
  • Kontrolle kritischer Zustände. Erleichterung der Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung durch Verknüpfung der einzelnen Lagereinheiten mit einer bestimmten Koordinate, die mit diesen Bedingungen parametrisiert ist.
Durch die logische Codierung von Stellplätzen wird die genaue Identifizierung der Waren erleichtert
Durch die logische Codierung von Stellplätzen wird die genaue Identifizierung der Waren erleichtert

Vorteile der Optimierung des Warehouse Mapping

Während das Lagerlayout die physische Kapazität definiert, ermöglicht das Lagermapping den betrieblichen Ablauf. Die unmittelbaren Vorteile sind:

  • Bestandsintegrität und Rückverfolgbarkeit. Durch die Zuweisung einer eindeutigen Kennung für jeden physischen Stellplatz wird sichergestellt, dass der im System erfasste Bestand mit dem physischen Bestand übereinstimmt. Dadurch werden Verluste aufgrund von Fehlern bei den Stellplätzen vermieden.
  • Verringerung von Fehlern bei der Stellplatzbestimmung. Durch eine standardisierte Codierung und eine klare Etikettierung wird die Fehlerquote beim Ein- und Auslagern minimiert. So wird sichergestellt, dass der Lagermitarbeiter nur mit dem vom LVS validierten richtigen Stellplatz arbeitet.
  • Skalierbarkeit des Verwaltungssystems. Durch eine klar definierte Stellplatzstruktur lassen sich komplexe logische Regeln umsetzen. Ohne eine genaue Erfassung der Kapazitäten (Gewicht, Volumen, Regaltyp) könnte die Software die Zuweisung von Aufgaben nicht automatisieren.
  • Einfache Prüfung und zyklische Inventur. Durch eine logische und codierte Verteilung lässt sich das Lager segmentieren, um effizientere rotierende Bestandsaufnahmen durchzuführen. So können bestimmte Bereiche geprüft werden, ohne den Gesamtbetrieb zu unterbrechen.

Wie man das Lager-Mapping Schritt für Schritt organisiert

Für ein genaues Lager-Mapping auf Basis des bereits definierten Layouts müssen folgende Schritte in Bezug auf Registrierung und Logik befolgt werden:

  1. Prüfung der physischen Umgebung. Vor dem Mapping werden die logistischen Anforderungen hinsichtlich der aktuellen Verteilung validiert. Die im Design festgelegten Abläufe und kritischen Punkte werden identifiziert, damit die zukünftige Codierung mit der operativen Praxis übereinstimmt.
  2. Identifizierung der Funktionsbereiche. Die bereits geplanten Bereiche (Ladung, Empfang, Lagerung, Vorbereitung und Versand) werden im System erfasst. In diesem Schritt wird jeder Bereich mit seinem Regaltyp und seiner Tragfähigkeit verknüpft, damit das LVS die physischen Einschränkungen erkennen kann.
  3. Einrichtung des Codierungssystems. Jedem Stellplatz wird eine eindeutige Kennung zugewiesen. Es wird ein hierarchisches System (Buchstaben und Zahlen) zur logischen Ortung von Bereichen, Gängen, Regalen, Ebenen und Positionen verwendet, wodurch die „Adresse“ für jede SKU erstellt wird.
  4. Erstellung des Master-Stellplatzplans (digitale Karte). Die Konfiguration wird in einer Datenbank oder einem LVS dokumentiert. Diese „digitale Karte“ ist die logische Übersetzung des physischen Plans, wobei jede physische Koordinate ein exaktes Abbild in der Verwaltungssoftware hat.

Software für das Lager-Mapping

Für eine effiziente Stellplatzverwaltung sind integrierte Funktionen in Lagerverwaltungssystemen (LVS) erforderlich, die isolierte Designtools abgelöst haben. Ein fortschrittliches LVS ermöglicht die Parametrisierung des Master-Stellplatzplans in Echtzeit. Dabei wird jede physische Koordinate mit ihren Beschränkungen hinsichtlich Volumen, Gewicht und Art des Betriebs verknüpft.

Easy WMS von Mecalux verfügt über diese digitalen Mapping-Funktionen, um das physische Layout in ein dynamisches Betriebsmodell umzuwandeln. Seine Hauptfunktionen sind:

  • Konfiguration und Modellierung des Layouts. Es bietet Werkzeuge zur digitalen Definition und Änderung der Struktur.
  • 3D-Visualisierung des Lagers. Die dreidimensionale Darstellung erleichtert die Planung und Simulation von Bewegungen.
  • Erstellung von Replikaten. Mit einem digitalen Zwilling des Lagers lassen sich Szenarien simulieren und Änderungen testen.
  • Erstellung von Heatmaps. Mit Heatmaps lassen sich erweiterte Analysen durchführen, indem beispielsweise die Bereiche mit der höchsten Aktivität im Lager aufgezeigt werden.
Fortschrittliche Lagerverwaltungssysteme umfassen Funktionen für das Warehouse Mapping
Fortschrittliche Lagerverwaltungssysteme umfassen Funktionen für das Warehouse Mapping

Warehouse Mapping – der Schlüssel zum Erfolg

Das Lager-Mapping ist eine zentrale Maßnahme zur strategischen Optimierung der Lieferkette. Durch die Einführung dieses Prozesses werden die Abläufe effizienter und geordneter geplant und ausgeführt. Darüber hinaus kann es die Grundlage für fundierte Entscheidungen und für die Auswahl neuer Technologien bilden, die die Geschäftsabläufe weiter verbessern. Eine sorgfältige Planung dieser Räume stellt einen direkten Wettbewerbsvorteil dar, der für die Widerstandsfähigkeit und Rentabilität von Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist.

Das Lager-Mapping in 5 Fragen

Was ist das Warehouse Mapping?

Dabei handelt es sich um die logische Codierung und Parametrisierung, die das physische Layout in ein Koordinatensystem des Lagerverwaltungssystems übersetzt. Dazu werden bereits auf dem Plan definierte Stellplätze und Bereiche identifiziert und gekennzeichnet, wodurch das System als Bindeglied fungiert, das vollständig rückverfolgbare Vorgänge ausführen kann.

Wozu dient das Mapping von Stellplätzen in Lagern?

Durch die Erstellung eines präzisen Datenstamms werden die Integrität des Bestands und die Rückverfolgbarkeit gewährleistet. In regulierten Branchen ist dies eine gesetzliche Vorschrift, mit der die Trennung von inkompatiblen Produkten und die Kontrolle kritischer Bedingungen (Temperatur) durch die Identifizierung von Koordinaten sichergestellt wird.

Welche Prozesse umfasst das Lager-Mapping?

Dies umfasst die Prüfung der physischen Infrastruktur, die Festlegung der Codierungshierarchie (Zone-Gang-Ebene) und die Parametrisierung dieser Koordinaten im LVS. Es handelt sich um den Prozess der Übertragung des physischen Layouts in ein logisches Modell für die Bestandsverwaltung.

Wie wird das Lager-Mapping gestaltet?

Anhand eines bereits festgelegten Layouts wird die Umgebung geprüft und die Funktionsbereiche werden erfasst. Anschließend wird das hierarchische Nomenklatursystem festgelegt und der Stellplatzstamm in der Software angelegt. Schließlich wird das Lager physisch gekennzeichnet und die Rückverfolgbarkeit mit dem Gerät validiert.

Was sind die wichtigsten Instrumente für das Lager-Mapping?

Vor allem fortschrittliche Lagerverwaltungssysteme (LVS), die Funktionen wie Parametrisierung in Echtzeit, 3D-Visualisierung und digitale Zwillinge umfassen. Mit diesen Instrumenten lässt sich die logische Struktur modellieren und der Betrieb anhand des digitalen Modells des Lagers simulieren.

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