Welche Bestandsverwaltungsmethoden gibt es?

27 September 2018

Haben Sie schon einmal verderbliche Waren oder einen alten Warenbestand in Ihrem Lager gefunden? Sind Ihre Lagerkosten zu hoch? Kommt es in Ihrem Lager zu häufig zu Fehlbeständen? Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, sollten Sie erwägen, die wichtigsten heute von Logistikunternehmen verwendeten Bestandsverwaltungsmethoden genauer zu betrachten, insbesondere die Kategorisierungsmethoden. Im Folgenden finden Sie eine Liste von Techniken, die verhindern können, dass sich solche Situationen wiederholen:

Die FIFO-Methode (First In, First Out)

Das Ziel dieser Technik besteht darin, die ältesten Artikel aus Ihrem Bestand, das heißt, diejenigen, die zuerst in die Kanäle oder Regale eingelagert wurden, auch zuerst zu entnehmen.

Diese einfach anzuwendende Methode ermöglicht es, Waren- und Produktströme zu handhaben, zu organisieren und zu priorisieren.

Die LIFO-Methode (Last In, First Out)

Bei dieser Methode (zuletzt hinein, zuerst hinaus) besteht darin, die neuesten Artikel, das heißt, diejenigen, die zuletzt eingelagert wurden, zuerst zu entnehmen.

Genau wie die FIFO-Methode trägt sie zu einer einheitlichen und agilen Organisation der Warenströme bei.

Die wirtschaftliche Menge der Aufträge oder das Wilson-Modell

Dieses Modell, das auch als EOQ-Methode (Economic Order Quantity; optimale Bestellmenge) bezeichnet wird, ist besonders für Unternehmen geeignet, die nur eine geringe Anzahl von Aufträgen pro Tag bearbeiten, d. h. für kleine und mittlere Unternehmen.

Die Unternehmen bestellen ihre Rohstoffe und Waren zu bestimmten Zeiten des Jahres. Diese Technik ist am einfachsten zu implementieren, erfordert aber eine absolut regelmäßige Auftragserteilung.

Bestandsverwaltungsmethode: die ABC-Analyse

Diese Methode teilt die Waren in drei Kategorien ein: A, B und C.

  • Die Produkte der Kategorie A sind die wichtigsten und stellen den höchsten Beitrag zum Jahresumsatz dar. Beachten Sie, dass diese Artikel einer strengen Bestandskontrolle unterzogen und in Bereichen mit besonderen Umgebungsbedingungen gelagert werden müssen. Es ist unerlässlich, diese Art von Lagerbestand regelmäßig aufzufüllen, um durch Fehlbestände verursachte Probleme zu vermeiden.
  • Die Produkte der Kategorie B werden als „mittlere“ Produkte angesehen, d. h. ihr Beitrag zum Umsatz ist mittelmäßig. Da sie sich in der Mitte zwischen den Kategorien A und C befinden, ist es wichtig, sie zu kontrollieren, damit sie nicht Teil der höheren oder niedrigeren Kategorie werden.
  • Die Produkte der Kategorie C sind von geringster Bedeutung, d. h., es sind diejenigen mit dem geringsten Beitrag zum Jahresumsatz. Daher werden sie weniger häufig wieder aufgefüllt. In der Regel lagern Unternehmen nicht mehr als einen Artikel dieser Klasse und füllen ihn nach, wenn er das Lager verlässt.

Sie sollten wissen, dass es noch weitere Bestandsverwaltungsmethoden gibt, aber bevor Sie sich für eine Technik entscheiden, ist es wichtig, eine Reihe von Faktoren, wie Auftragsvolumen, Lagerkapazität, Gestaltung des Lagers, Jahresprognosen, Jahresumsatz usw. zu berücksichtigen.