Mecalux und das MIT erforschen die Zukunft der Lagerautomatisierung

16 Jan 2026

SCALE Connect hat Mecalux auf den Campus des MIT eingeladen, um Ideen mit internationalen Studenten des Masterstudiengangs Supply Chain Management auszutauschen

Iñaki Fernández, CTO von Mecalux, hat an „SCALE Connect” teilgenommen. Foto: © Chris Frontiero, MIT
Das Treffen befasste sich auch mit umfassenderen Trends, die die Lagerstrategien weltweit prägen
Foto: © Chris Frontiero, MIT

Mecalux hat an einer Exekutivsitzung am Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit Masterstudenten des Global SCALE Network teilgenommen, einem internationalen Zusammenschluss führender Forschungszentren im Bereich Lieferkette und Logistik. Die Sitzung fand unter der organisatorischen Leitung des MIT Center for Transportation and Logistics (CTL) statt und wurde von Matthias Winkenbach, Forschungsdirektor des MIT CTL, moderiert. Iñaki Fernández, Chief Technology Officer von Mecalux, nutzte seine Teilnahme bei „SCALE Connect” für einen fachlichen Austausch mit den Studenten.

Zu den Themen dieser Sitzung am 14. Januar gehörten die wichtigsten Veränderungen in der Intralogistik, wie Robotik, das Warehouse Execution System (WES), künstliche Intelligenz und Methoden zur Gestaltung und Validierung automatisierter Abläufe.

Referenten und Studenten diskutierten über den Übergang der Industrie zu einer flexiblen und modularen Automatisierung, die sich an die sich wandelnden Anforderungen der Unternehmen anpassen lässt. Zu den behandelten Themen gehören der zunehmende Einsatz Autonomer Mobiler Roboter (AMR), Kompaktlagerlösungen wie automatisierte Lager mit 3D-Shuttles und die wachsende Bedeutung von Orchestrierungs-Software zur Koordination verschiedener Technologien im Lagerbetrieb.

KI treibt bereits die Prognose, das Routing und die Bestandsoptimierung voran. Die nächste Herausforderung besteht darin, KI-gestützte Intelligenz in physische Leistungsfähigkeit umzuwandeln", so Fernández.

Ein weiterer Fokus lag auf den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Automatisierung im realen Betrieb. Die Neugestaltung von Prozessen, Mitarbeiterschulungen, eine strenge Validierung und die Festlegung realistischer Erwartungen hinsichtlich der Zeit bis zur Wertschöpfung sind nach wie vor von entscheidender Bedeutung. Sie tragen dazu bei, nach der Umsetzung der Projekte messbare Leistungsverbesserungen zu erzielen.

„Durch die Einladung von Branchenführern in den Unterricht erhalten die Studierenden einen direkten Einblick, wie komplexe Lieferkettensysteme in der Praxis gestaltet und umgesetzt werden. Mit dieser Form des Austausches lassen sich Forschung, Einschränkungen der realen Welt und die nächste Innovationswelle in der Logistik miteinander verbinden", so Winkenbach.

Prioritäten für Innovation: Flexibilität, Nachhaltigkeit und Transformation der Belegschaft

Das Treffen befasste sich auch mit umfassenderen Trends, die die Lagerstrategien weltweit prägen. Der Übergang zu flexibleren Investitionsmodellen, bei denen die modulare Automatisierung ein schrittweises Wachstum und eine bessere Anpassungsfähigkeit an die Nachfrage ermöglicht, stellt eine wesentliche Veränderung dar. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nachhaltigkeit mit einem zunehmenden Fokus auf die Entwicklung energieeffizienter Systeme, die langfristig als Impulsgeber für einen umweltfreundlicheren Lagerbetrieb dienen.

Abschließend kann festgehalten werden, dass die Diskussion verdeutlicht hat, in welchem Ausmaß sich die Anforderungen an Berufsprofile in der gesamten Branche durch die Automatisierung verändern. Da Lager immer technologischer werden, legen Unternehmen Wert auf Fachkenntnisse und Erfahrung in den Bereichen Mechatronik, Steuerungstechnik, Robotik, Flottenmanagement, Softwareentwicklung und datengestützte Abläufe.

Dieser Austausch ist Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen dem MIT CTL und Mecalux, die durch eine fünfjährige Forschungsvereinbarung zur Förderung neuer Technologien für Lagerung und Logistik unterstützt wird.

Über das MIT CTL

Das MIT Center for Transportation and Logistics (MIT CTL) ist mit mehr als 50 Jahren Erfahrung weltweit führend in der Forschung und Ausbildung im Bereich Lieferkettenmanagement. Seine Arbeit umfasst Kooperationen mit der Industrie, bahnbrechende Entwicklungen und die Förderung von Innovationen in der Lieferkette auf der Grundlage von drei Säulen: Forschung, Wissensvermittlung und Ausbildung.